1860 wurde dank königlicher Entschließung der "Katholische Gesellenverein Stuttgart juristische Person" gegründet. Bereits im Jahr 1869 konnte das erste Gesellenhaus in der Schlosserstr. 27 eingeweiht werden. Am 12. Juli 1914 wurde der noch heute stehende Gebäudekomplex Heusteig- Immenhofer-Schlosserstr. eingeweiht. Wanderarbeiter die am Königsbau arbeiteten lieferten die Initialzündung und waren unter den ersten Bewohnern.
Am 13. Juni 1930 wurde das Kolpinghaus Bad-Cannstatt in der Waiblinger Str. 27 eingeweiht. Beide Gebäudekomplexe wurden vom Architekten Hummel für den Zweck des Jugendwohnens geplant und gebaut. Beide Häuser überstanden relativ unbeschadet den 2ten Weltkrieg in dem sie als Lazarett verwendet wurden. Lediglich das erste Gesellenhaus in der Schlossertsr. 27 wurde durch Brandbomben zerstört.
1975 wurde der Verein "Stuttgarter Kolpinghäuser" gegründet. Die Kolpingsfamilien Stuttgart Zentral und Bad Cannstatt wollten den Betrieb der Jugendwohnheime sichern und für die Zukunft ausrichten. Heute sitzen die beiden Kolpings-Familien im Aufsichtsrat und der Mitgliederversammlung und steuern so noch immer die Geschicke der Häuser mit. Ferner sind beide Häuser nach wie vor "Heimat" der Kolpings-Familien.
Auftrag und Ziel der Wohnheime ist es, jungen Menschen in Ausbildung ganz im Sinne Adolph Kolpings, Heimat in der Fremde zu bieten. Dazu gehöhrt neben Unterkunft und Verpflegung auch die pädagogische Begleitung. Unser Pädagogisches Team bietet Freizeitprogramme, ist Ansprechpartner für die Jungen Menschen und gestaltet das Leben im Haus aktiv mit.
Ausblick: bis 2020 sollen beide Häuser modernisiert werden. Für fast 10 Mio € soll das Haus Bad Cannstatt 2013 grundlegend saniert und alle Zimmer mit eigener Sanitärzelle ausgerüstet werden.
Umweltschutz und CO2 Bilanz sind uns wichtig. In Bad Cannstat produziert eine Photiovoltaikanlage seit 2006 jährlich ca. 10.000 kWh Strom. In Stuttgart ist im August 2011 ein BHKW mit 50kW Leistung ans Netz gegangen. Der Energielieferant KSE beliefert uns mit 100 % Strom aus Wasserkraft.
Unser Küche kauft soweit als möglich bei heimischen Erzeugern, unsere Hausbäckerei Blankenhorn stammt aus Stuttgart, die Bauern aus dem Remstal bzw. von den Fildern. Im Reinigungsbereich werden Umweltfreundliche Reinigungsmittel eingesetzt. Nach wie vor kochen, waschen, putzen wir mit eigenem Personal.